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Bäckerei Anneken in Werpeloh feiert das 100-jährige Bestehen

WERPELOH. Knackfrische Brötchen und herrlich duftende Brotlaibe - darauf können sich die Kunden der Bäckerei und Konditorei Anneken in Werpeloh seit mittlerweile 100 Jahren verlassen. 1912 hatte Anton Melchior Anneken den Grundstein für das Unternehmen gelegt, das heute durch Michael Anneken und seine Frau Heidi bereits in dritter Generation geführt wird. Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem „Tag der offenen Backstube“.


„Jung und Alt sind heute auf den Beinen“, freute sich Geschäftsführer Michael Anneken über die vielen Gäste, die zur Jubiläumsfeier am Sonntag gekommen waren. Besonders viel Andrang herrschte in der großräumigen Backstube, in der Besuchern an diesem Tag ein detaillierter Blick hinter die Kulissen gewährt wurde. Hautnah konnten sie miterleben, wie aus einer einfachen Teigmasse eine Vielzahl fertiger Brötchen oder Brotlaibe entstehen.

„Der heutige Gebrauch von modernen Maschinen führt zu einer ganz erheblichen Arbeitserleichterung“, erklärte Bäckermeister Josef Anneken, der Vater des heutigen Inhabers, bei einem Rundgang durch die Backstube. Doch es wird auch auf altbewährte Handwerkskunst zurückgegriffen. „Eine Spezialität unseres Hauses sind Spekulatius, die wir mithilfe eines 100 Jahre alten Spekulatiusbrettes herstellen“, so Michael Anneken. Es gäbe sogar Kunden aus Oldenburg, die extra wegen des Backwerkes nach Werpeloh kommen würden.
 

Jubiläumsbrot
Über den Weg vom Korn zum Mehl gab es Informationen von Wolfgang Preusche von der Rolandmühle in Bremen. „Je heller ein Mehl ist, desto weniger Mineralstoffe erhält es“, klärte Preusche auf. Bei einem kleinen Test konnten die Besucher außerdem ihr Wissen über verschiedene Getreide- und Mehlsorten unter Beweis stellen. Ein Höhepunkt für alle kleinen Gäste war die extra eingerichtete Kinderbackstube. Begeistert stachen die Nachwuchsbäcker unter fachkundiger Anleitung Plätzchen aus und verzierten diese nach Belieben. Nach dem Backen durften sie die süßen Sachen dann mit nach Hause nehmen. Anlässlich des 100-jährigen Geburtstages kamen die Kunden auch in den Genuss eines ganz speziellen Brotes, das nach altem Familienrezept gebacken wurde. In Gedenken an den Gründungsvater der Bäckerei erhielt das Jubiläumsbrot den Namen „Use Anton“.
 

Chronik der Bäckerei
Wie das Unternehmen trotz „zweier Weltkriege, Inflation, wirtschaftlicher Durststrecken und persönlicher Tragödien“ 100 Jahre lang bestehen konnte, davon berichtet die Chronik, die die Familie Anneken anlässlich des Betriebsjubiläums aufgelegt hat. Als der gelernte „Brot-und Pfefferkuchenbäcker“ Anton Melchior Anneken, der Großvater des heutigen Inhabers, die Bäckerei mit kleinem Gemischtwarenladen vor 100 Jahren gründete, wurde noch mit einem mit Torf und Holz beheizten Tunnelofen gearbeitet. Während der Bäckermeister anfangs noch hauptsächlich Schwarzbrot anbot, erweiterte er das Sortiment später unter anderem durch süße „Koffi-Beschüt“ (Zuckerzwiebäcke) sowie verzierte „Brautbutter“ und „Brautstuten“ für Hochzeiten. Die Nachfolge des Vaters trat der zweitjüngste Sohn Josef Anneken an, der bereits im Alter von 22 Jahren den Meistertitel erwarb. Unter seiner Führung erfuhr der Betrieb eine erste umfassende Modernisierung sowie eine Erweiterung des Angebotes. Erstmalig konnten die Kunden jetzt täglich frische Brötchen zum Frühstück kaufen.
 

14 Mitarbeiter
Am 1. Januar des Jahres 2000 übergab Josef Anneken das Zepter an seinen Sohn Michael. Der gelernte Bäckermeister und Konditor, der den Betrieb zusammen mit seiner Frau Heidi bis heute führt, nahm eine Umstrukturierung des Lebensmittelgeschäftes mit Bäckerei vor. Unter seiner Regie wurde das Unternehmen, das zurzeit 14 Mitarbeiter beschäftigt, zu einem Bäckerei- Fachgeschäft mit einem Lebensmittelangebot für die Nahversorgung.